Die besten Glücksbringer

16 Glückssymbole aus aller Welt für Wohlstand und langes Leben

30.12.2009 Wilhelm Ruprecht Frieling

Glück, Wohlstand, Gesundheit und ein langes Leben verheißen in allen Ländern der Erde Glücksbringer. Doch welche helfen wirklich?

In allen Erdteilen werden – bevorzugt zum Jahreswechsel – gern symbolische Glücksbringer verschenkt. Die Wurzeln dieses Brauchs gründen in einem oft Jahrtausende alten Aberglauben. Einige Symbole sind universell einsetzbar, andere helfen besonders gegen bestimmte Probleme.

Acht Glückssymbole der Tibeter

Wachsender Beliebtheit erfreuen sich in europäischen Ländern Amulette und Glücksbringer, die auf den acht tibetischen Glückssymbolen fußen: Schirm, Fische, Vase, Lotos, Muschel, Endlosknoten, Standarte und Rad. Diese werden meistens in Form von Amuletten überreicht.

Der Schirm, gemeint ist der Seidenbaldachin über dem Kopf des Buddhas, hält schlechte Einflüsse ab. Die goldenen Fische stehen für Fruchtbarkeit, Glück und Reichtum. Die Vase symbolisiert ein langes Leben und Wohlstand. Die geöffnete Lotosblüte gilt als Sinnbild für Reinheit. Das Muschelhorn schenkt Macht und Unabhängigkeit. Der endlose Knoten spendet Kontinuität in Liebe und Freundschaft. Die Standarte oder Fahne steht für Erfolg. Das Rad steht für Weisheit und Erkenntnis.

Japan: Winkende Katzen

In europäischen Sushi-Restaurants trifft man auf die aus Japan stammende kleine Porzellankatze Maneki Neko. Die „Winkekatze“ garantiert Glück und Wohlstand. Ganz praktisch soll sie Leute von der Straße und damit das Glück in Geschäfte und Restaurants hereinwinken. Hebt die Katze ihre rechte Pfote, so soll sie Wohlstand bringen. Hebt sie ihre linke Pfote, dann erhofft man sich davon mehr Besucher.

Durch Batteriebetrieb ständig winkende Maneki Neto werden in jedem Asia-Markt angeboten.

Glücksbringer im Islam

Im islamischen Raum gilt Fatimas Hand als Glückssymbol. Die stilisierte Hand der Fatima wird vor allem in Schmuck verwendet und als Anhänger getragen. Sie schützt vor dem bösen Blick und hilft gegen die aus rauchlosem Feuer entstandenen drei verschiedenen Dschinn-Arten.

Hasenpfote und Fliegenpilz

Aus der Naturmedizin stammen Glückbringer wie Hasenpfote und Fliegenpilz.

Eine Hasenpfote verspricht neben der Heilung von allerlei Krankheiten vor allem Glück im Spiel. Es sollte sich möglichst um die linke hintere Pfote von einem Hasen handeln, der zu Vollmond, möglichst an einem regnerischen Freitag, der 13., mittels einer silbernen Kugel auf einem Friedhof getötet wurde.

Aufgrund seiner angeblich psychoaktiven Wirkung und seines Aussehens wird der rote Fliegenpilz seit Jahrhunderten als Glücksbringer genutzt. Seine Wirkung als Rauschdroge wird allerdings wissenschaftlich bestritten. Der Zauber muss also durch kontemplative Betrachtung wirken.

Hufeisen und Glücksschwein

Schwein und Pferd verkörperten im Denken unserer Vorväter Wohlstand und Reichtum.

Ein schmiedeeisernes Hufeisen wird deshalb gern als Glücksbringer über die Eingangstür gehängt. Es soll dem Teufel auf den Kopf fallen, wenn er sich nähert. Ist das Hufeisen mit einer Reißleine verbunden, die wiederum über die Schwelle gespannt wird, hilft es sogar gegen Normalsterbliche.

Den urgermanischen Glauben an den fruchtbaren wilden Eber bändigen wir in Gestalt eines rosaroten Marzipanschweins. Vor allem zum Jahreswechsel stopfen sich Menschen, die sich bar jedes Aberglaubens fühlen, gern diese Köstlichkeit ins Maul.

Pfennig und Kleeblatt

Zu den Symbolen, die seit langer Zeit als universell wirksam gelten, zählen der Glückspfennig und das vierblätterige Kleeblatt.

Der kupferne Glückspfennig wird als Symbol für Reichtum verschenkt. Er muss stets mitgeführt werden. In den USA nimmt der Silberdollar die Stellung des Glückspfennigs ein. Seit der Einführung des Euro muss ein blitzblankes 1-Cent-Stück Dienst tun.

Ein vierblättriges Kleeblatt gilt als Glücksbringer schlechthin. Es schützt den Reisenden und bewahrt vor dem Bösen. Durch Zucht ist es inzwischen zu einem Massenartikel geworden. Selbstverständlich bringt ein vierblätteriges Kleeblatt nur dann Glück, wenn es in freier Wildbahn gefunden wurde, denn das ist selten.

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